Donnerstag, 27. März 2014

Mensch und Arbeit - eine Beziehung mit Konflikten

Madness @ work

Rund 40 Jahre seines Lebens verbringt der Durchschnittsmensch  im Idealfall mit ihr - der Arbeit. Die Arbeit und wir, das ist eine  Beziehung wie  die eines alten Ehepaares. Wir können nicht ohne sie - die Arbeit - und haben sie doch manchmal einfach nur satt. Manchmal hassen wir sie sogar: Wenn Zickenkrieg und Stutenbissigkeit herrschen, wenn der Chef sich grundlos auf den Schlips getreten fühlt und das an seinen Mitarbeitern auslässt, wenn eben jene Mitarbeiter eher zu "Gegen-Arbeitern" mutieren, die alles im Sinn haben außer den gemeinsamen Projekterfolg. Andersherum kann die Arbeit auch nicht ohne den Menschen existieren, denn wer würde sich sonst ihrer annehmen, sie verändern, anpassen, optimieren oder sich an ihr die Zähne ausbeißen?

Wer selbst Chef oder zumindest Angestellter mit hoher Verantwortung ist, kennt die andere Seite der Medaille: Motivationsprobleme im Team, Neid und Missgunst ihm/ihr gegenüber, ein Betriebsklima wie in Kalten Krieg oder alternativ wie im Kindergarten, weil jeder alles macht, nur nicht das, wofür er bezahlt wird.

Selbstständige haben wiederum ganz eigene Herausforderungen und Probleme: Was ist, wenn der Kunde nicht zahlt? Ist mein Geschäft stabil, oder spielt die Konkurrenz ein falsches Spiel mit mir oder den Kunden?

Was für den Angestellten im unbefristeten Festverhältnis die langjährige Ehe ist ("bis dass die Rente euch scheidet...."), ist für den Neuling, den (auch zukünftigen)  Bewerber, eher eine riesige Singlebörse, in der er mal mehr, mal weniger Erfolg hat. Aufstieg und Fall hängen hier davon ab, ob der eigene "Typ" gefragt ist, man das "Richtige" gelernt und studiert hat (wobei schon Schule und Studium eigene Bereiche der Herausforderung und ewigen Konkurrenz sind), ob er für den betreffenden Personalverantwortlichen der "ideale Kandidat" ist oder nicht. Für die einen ist die Suche nach dem oder der "Richtigen" (also dem passenden Job bei entsprechender Berufung) folglich ein Katzensprung, für den anderen eine Odyssee.

Aber warum sollte man eine Odyssee - oder DIE Odyssee der Arbeitswelt - nicht sinnvoll dafür nutzen, sie in kreatives Schaffen umzusetzen? Hierzu soll dieser Blog dienen - und natürlich das Buch, das am Schluss aus jenem entstehen soll! Packen wir ihn am Kragen, den Arbeitswahnsinn  - mit Geschichten aus der Realität.

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